Betriebsausflug

In vielen Betrieben finden jetzt - während der Sommerzeit - wieder Betriebsausflüge oder Betriebsfeste statt. Damit verbunden sind für den Arbeitgeber auch steuerliche Fragen, die rechtzeitig geklärt werden sollten, damit es hinterher bei einer Prüfung durch das Finanzamt nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt.

Der bayrische Finanzminister Kurt Faltlhauser weist deshalb auf die Lohnsteuerrichtlinien hin, nach denen übliche Zuwendungen des Arbeitgebers bei Betriebsveranstaltungen nicht zum Arbeitslohn gehören. Übliche Zuwendungen in diesem Sinne liegen vor, wenn die Aufwendungen für den einzelnen Arbeitnehmer je Veranstaltung 110 EUR (inklusive USt) nicht übersteigen. Zur Prüfung dieser Grenze werden alle Aufwendungen, wie z.B. Fahrtkosten, Restaurantrechnungen oder Essensbons, Eintrittskarten, Aufwendungen für Saalmiete, Musik, künstlerische Darbietungen und kleinere Geschenke (letztere bis zu einem Wert von 40 EUR) einbezogen.

Nehmen Angehörige von Arbeitnehmern an den Veranstaltungen teil, sind die Zuwendungen den jeweiligen Arbeitnehmern zuzurechnen. Hier kann sich leicht eine Überschreitung der Steuerfreigrenze von 110 EUR ergeben. Als übliche Betriebsveranstaltung wird nunmehr auch eine mehrtägige Veranstaltung angesehen.

Wie bisher werden aber nur 2 Betriebsveranstaltungen im Jahr anerkannt; die Aufwendungen für eine dritte Veranstaltung sind in voller Höhe lohnsteuerpflichtig. Der Arbeitgeber kann allerdings wählen, welche Veranstaltungen er steuerfrei behandelt haben will. Fallen bei einer Betriebsveranstaltung steuerpflichtige Zuwendungen an, z.B. weil bei einem Arbeitnehmer die 110 EUR-Grenze überschritten wurde oder weil es sich bereits um die dritte Veranstaltung im Jahr handelt, kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer für diese Zuwendungen pauschal mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Pauschsteuersatz von 25 % erheben.


Quelle: Haufe-Newsletter www.haufe.de